Sie haben Häuser gebaut. Kinder aufgezogen. Steuern gezahlt. Jahrzehnte in die Rentenkasse eingezahlt. Und bekommen am Ende eine Rente die kaum zum Leben reicht.
Altersarmut ist kein Randphänomen. Sie ist eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit – und wird trotzdem kaum diskutiert.
Die Zahlen sprechen klar
Rund 3 Millionen Menschen über 65 sind in Deutschland von Altersarmut bedroht oder bereits betroffen. Frauen häufiger als Männer – weil sie öfter in Teilzeit gearbeitet haben, Kinder großgezogen haben, Angehörige gepflegt haben. Alles unbezahlt.
Das Rentensystem belohnt langes durchgehendes Vollzeit-Arbeiten. Es bestraft Menschen die sich um andere gekümmert haben.
Was gerechter wäre
- Rentenpunkte für Kindererziehung und Pflege – wirklich angemessen, nicht symbolisch
- Eine Mindestrente die das Existenzminimum tatsächlich absichert
- Anerkennung von Care-Arbeit als gesellschaftliche Leistung
- Keine Altersarmut für Menschen die ein Leben lang gearbeitet haben
Eine Gesellschaft zeigt sich daran wie sie mit den Schwächsten umgeht
Wer sein Leben lang gearbeitet und in dieses Land eingezahlt hat verdient einen Lebensabend in Würde. Das ist keine Utopie. Das ist ein Mindeststandard. Und wir sind weit davon entfernt ihn zu erfüllen.