Du kommst aus Syrien. Aus Afghanistan. Aus Pakistan. Aus der Türkei. Aus Nigeria, dem Iran, dem Irak, aus Somalia oder dem Kosovo.
Du bist willkommen.
Das ist kein frommer Wunsch. Das ist eine Haltung. Eine Überzeugung. Und dieser Artikel richtet sich an alle die das anders sehen – nicht um zu provozieren, sondern um zu zeigen: Wer Ausländer pauschal ablehnt, denkt nicht nur falsch. Er schadet Deutschland.
Das Argument der Angst – und warum es nicht trägt
"Die nehmen uns die Arbeit weg." "Die wollen sich nicht integrieren." "Die passen nicht zu uns."
Diese Sätze kennt jeder. Sie klingen nach gesundem Menschenverstand. Sie fühlen sich vertraut an. Und sie sind trotzdem falsch.
Die Bundesagentur für Arbeit sagt es klar: Deutschland fehlen Hunderttausende Fachkräfte. In der Pflege. Im Handwerk. In der Logistik. In der Medizin. Wer kommt und arbeiten will, füllt eine Lücke. Er nimmt nichts weg.
Der Spiegel den wir nicht mögen
Deutschland besitzt einen der mächtigsten Reisepässe der Welt. Als Deutsche reisen wir nach Thailand, Marokko, Indien, Mexiko. Wir sprechen die Sprache nicht. Wir kennen die Kultur kaum. Und werden überall freundlich empfangen.
Niemand fragt uns ob wir zu ihnen passen. Niemand behandelt uns als Bedrohung.
Wir genießen Offenheit – und verweigern sie anderen. Das ist ein Widerspruch den wir aussprechen müssen.
Was wirklich hinter der Ablehnung steckt
Fremdenfeindlichkeit entsteht selten aus echten Erfahrungen. Sie entsteht aus Bildern. Aus Schlagzeilen. Aus dem Gefühl dass die Welt sich verändert – und dass jemand schuld sein muss.
Ausländer sind nicht schuld an steigenden Mieten. Nicht an überfüllten Schulen. Nicht an langen Wartezeiten beim Arzt. Das sind strukturelle Probleme – entstanden durch Jahrzehnte politischer Fehler von Menschen die schon immer hier waren.
Was Deutschland ohne Offenheit verliert
Das Wirtschaftswunder? Mitgebaut von Gastarbeitern aus Italien, Spanien und der Türkei. Die Pflege in unseren Altenheimen? Getragen von Menschen aus aller Welt. Unsere Forschung? International wie nie zuvor.
An alle die anders denken
Der Mensch der aus Syrien flieht hat nicht gewählt in einen Krieg geboren zu werden. Der Mensch der aus Afghanistan kommt hat nicht gewählt unter den Taliban aufzuwachsen.
Sie haben gewählt aufzustehen. Zu gehen. Neu anzufangen.
Das ist kein Problem. Das ist genau der Mut den wir in Deutschland so gerne von uns selbst behaupten.
Freiheit funktioniert nicht in eine Richtung. Lasst uns das Land sein das seinen Reisepass verdient.